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Das eigene Baumhaus

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Das eigene Baumhaus wäre doch was feines, zumindest für meine Tochter. Wenn es nach ihr ginge könnte ich sofort damit anfangen. Ich müsste nur noch unsere Vermieterin dazu überreden das ich ihren Garten umgestalte. Anleitungen im Internet gibt es ja genug, oft auf Baumarktseiten sogar als PDF download. Der Wergzeugstore24 war so nett und hat mir eine Anleitung zur Verfügung gestellt, vielen Dank.

In dieser Anleitung gibt es neun Schritte zum eigenen Baumhaus, die wie folgt aussehen.

 

 

In neun Schritten zum individuellen Baumhaus

Endlich wird es wieder warm!

Nach der langen Zeit im Haus kann nun auch der Garten wieder von der ganzen Familie erobert werden. Hier bieten sich ganz neue Möglichkeiten zum Spielen, zum Verstecken und zum Erschaffen von neuen und ganz eigenen Welten. Völlig unabhängig von der Größe des Gartens kann man mit etwas Kreativität und investierter Zeit in jedem Garten eine ganz neue Welt erschaffen, die jedem Mitglied der Familie einen tollen Ort für die warme Jahreszeit bietet. Man kann gemeinsam Zeit verbringen und sich zusammen über die Ergebnisse der Arbeit freuen.

Wie wäre es zum Beispiel mit einem selbst entworfenen Baumhaus? Sie sind kein Handwerker? Brauchen Sie auch gar nicht zu sein.
Mit unseren kleinen Tricks und dem Einsatz von etwas Zeit und Schweiß Ihrerseits werden Sie im Sommer ein ganz besonderes Baumhaus in Ihrem Garten haben.

Ihnen fehlen die Ideen? Schauen Sie sich auf Spielplätzen um und vertrauen Sie ein wenig darauf, dass Sie im Laufe des Bauprozesses immer mehr tolle Ideen haben werden. Je nach dem Alter Ihrer Kinder können Sie diese in den Planungsprozess einbinden und mit Ihnen gemeinsam sägen, hämmern, streichen und bauen. Werfen Sie einen Blick in Ihren Garten – welcher Baum eignet sich für ein Baumhaus? Sie haben nur kleine Bäume oder gar keinen Baum – kein Problem, dann bauen Sie ein Spielhaus ohne Baum, ein sogenanntes Stelzenhaus.

Wir zeigen Ihnen, wie das geht, welches Material und Werkzeug Sie benötigen. Holen Sie zunächst Bleistift und das Papier raus, planen und entwerfen Sie ganz nach Ihren Vorstellungen ein Haus, kaufen Sie Material sowie Werkzeug und dann raus in den Garten und bauen Sie Ihr Baumhaus. Der Vorteil eines selbst gebauten Baumhauses ist zum einen finanzieller Natur und zum anderen aber auch die individuelle Ausgestaltung, die ganz Ihrer und der Fantasie Ihrer Kinder entspringt. Wir erklären Ihnen alle wichtigen Schritte.

Was brauchen Sie an Material?:

  • Holzbretter: vor allem natürlich für die Außenwände, aber auch für die Bodenplatte und gegebenenfalls das Dach
  • Balken: je nach Ihrem Plan, zum Stützen der Wände und des Dachs
  • Seile: zum Fixieren des Bodens
  • Nägel: allerdings nur verzinkte oder aus Edelstahl und nur im Notfall, da sie dem Baum schaden
  • Spaxschrauben: zum Fixieren von Brettern
  • Material für das Dach: zum Beispiel Holzschindeln, Wellblech eben einfach Holzbretter
  • Material für die Wände: hauptsächlich Holzbretter
  • Rindenmulch: als Fallschutz

Und mindestens genauso wichtig – Was brauchen Sie an Werkzeug?:

  • Akkuschrauber: natürlich um alle Schrauben in die Holzbretter zu drehen unverzichtbar
  • Säge: zum Zurechtsägen Ihrer Bretter ist eine Holzsäge unabdingbar. Unter Umständen benötigen Sie auch eine Kettensäge, um den Baum an gewissen Stellen ein wenig zu Stutzen
  • Hammer: damit Sie die Edelstahlnägel nicht mit Ihrem Daumen ins Holz drücken müssen gibt es diesen Klassiker unter den Werkzeugen, der eigentlich bei keiner handwerklichen Tätigkeit fehlen darf
  • Schraubenschlüssel: zum Fixieren und lösen von Muttern
  • Schleifpapier: um z.B. ihre langen Holzbretter in einen astreinen Zustand zu bekommen. Am besten in Verbindung mit einem Bandschleifer
  • Arbeitshandschuhe: damit Sie sich keine Holzsplitter in die Hände verirren
  • Pinsel: für Farbe oder Holzlack

Das klassische Baumhaus

Besonders geeignete Baumarten für ein Baumhaus sind die folgenden Sorten: Ahorn, Apfel (ab einer gewissen Größe), Birke, Buche, Douglasie, Eiche, Esche oder auch Lärche.Wegen der eher bruchgefährdeten Äste sind die folgenden Baumarten eher nicht für den Bau eines Spielhauses geeignet: Bruchweide, Kirsche, Pappel sowie Rosskastanie.

Achten Sie bei der Baumwahl außerdem darauf, dass dieser möglichst windgeschützt liegt. Hiermit vermeiden Sie unnötige Reparaturen nach Stürmen.

Vielleicht gibt es auch eine kleine Baumgruppe, die Sie einbinden können?
Denken Sie an die Bodenplattform Ihres Baumhauses. Damit diese eine stabile Grundlage in dem oder den Bäumen hat, benötigen Sie mehrere stabile waagerechte Äste auf einer Ebene miteinander. Sollten Sie einen größeren Garten haben, denken Sie auch daran, dass Ihre Kinder Ruhe vor den Erwachsenen und deren Neugier zu schätzen wissen. Das Baumhaus soll Ihren Kindern schließlich als Ort zum ungestörten Spielen dienen. Damit es dazu werden kann, suchen Sie einen Platz aus, der vielleicht ein Stückchen von Ihrer Terrasse entfernt ist. So können Ihre Kinder unter sich oder mit ihrem Besuch ganz versunken spielen und Sie sich auf der Terrasse entspannt unterhalten.

Sie haben den richtigen Ort gefunden? Lehnen Sie eine Leiter an den Baum und steigen Sie einmal hinauf. Schauen Sie sich um – gefällt Ihnen die Aussicht? Gefällt Ihren Kindern die Aussicht? Wenn Sie die Möglichkeit haben, wählen Sie einen Platz, der eine weite Sicht bietet.

Sie haben den idealen Ort gefunden? Dann beginnt nun die Planung. Je nach dem Alter Ihrer Kinder können Sie diese bereits mehr oder weniger aktiv in Ihre Planungen miteinbeziehen. Fragen Sie ihre Kinder, wie Sie sich Ihr Spielhaus vorstellen und malen Sie gemeinsam.

Der erste Schritt ist der Boden in Ihrem ausgesuchten Baum. Zeichnen Sie das Astgeflecht auf und verbinden Sie dieses mit stabilen Kant- oder Rundhölzern. Wenn Sie hier unsicher sind, ob diese stabil genug sind, lassen Sie sich im Baumarkt beraten. Auf den Kanthölzern werden wiederum Nut- und Federbretter von Ihnen mit einem Akkuschrauber verschraubt. Sie können hier auch Sperrholzplatten nehmen, wenn Ihnen dies praktikabler erscheint. Bereits beim Bau der Bodenplatte sollten Sie sich überlegen, wie Sie den Eingang Ihres Hauses gestalten wollen. Soll es eine kleine Veranda haben und dann eine klassische Eingangstür oder soll der Eingang direkt durch eine Bodenluke stattfinden? Fragen Sie Ihre Kinder, wenn Sie sich unsicher sind. Vielleicht wollen Ihre Kinder auch eine Bodenluke und eine klassische Eingangstür mit einer Veranda? Dann planen Sie Beides ein.

Sollten Sie später eine Rutsche anbauen wollen, schauen Sie einmal nach, wie die gängigen Maße bei den Rutschen für die fertigen Spielhäuser sind und planen Sie die Höhe Ihres Baumhauses entsprechend. Für die Seitenwände verwenden Sie am Besten leichtes Material wie Sperrholz. Seien Sie hier kreativ und schauen Sie sich auch auf Flohmärkten und Schrottplätzen um. Vielleicht finden Sie dort alte Fenster, Türen oder haben selbst noch alte Schrankelemente, die Sie zum Wandbau nutzen können?

Versuchen Sie sich die alten Elemente mit Farbe vorzustellen und lassen Sie sich vom ersten Eindruck nicht täuschen. Wenn Ihnen dies nicht behagt, planen Sie den Bau von den Wänden und überlegen Sie sich, ob Sie Fenster mit Plexiglas bauen wollen, damit Ihre Kinder auch einen Ausblick in ihrem Baumhaus haben. Wenn Sie eine Veranda haben, planen Sie unbedingt einen Zaun zur Absicherung.

Überlegen Sie nun, wie das Dach aussehen soll. Gängige Materialien für das Dach eines Spielhauses sind Holzschindeln, Wellblech oder auch überlappende Bretter. Sie können auch hier dünne Sperrholzplatten verwenden und diese mit Dachpappe sorgfältig abdichten – schauen Sie sich vielleicht in einem nahen Kleingartengebiet mal auf den Dächern um. Sie können an vielen Orten Inspirationen für Ihr Spielhaus finden. Auch bei dem Aufgang können Sie sich inspirieren lassen. Bauen Sie eine Leiter selbst, befestigen Sie diese sicher an Ihrer Bodenplatte oder kaufen Sie eine Strickleiter. Wenn Sie sich an der Größe der gängigen Stelzenhäuser orientieren, können Sie auch einen Aufstieg kaufen. Es gibt hier viele Möglichkeiten. Überlegen Sie gemeinsam, was für Sie am Besten passt und Ihnen als Eltern ein sicheres Gefühl gibt.

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Ein Baumhaus ohne Baum?

Sie haben keinen geeigneten Baum in Ihrem Garten und Ihre Kinder sollen trotzdem ein tolles Baumhaus bekommen?

Dann versuchen Sie es doch einfach mit einem Stelzenhaus. Sie können die dicken Pfähle für ein solches in der Nähe eines Baumes drapieren oder ganz einfach an einem unabhängigen Ort im Garten aufstellen. Für die Stützpfeiler brauchen Sie ein dauerhaftes Holz, wie beispielsweise Robinien- oder Eichenholz. Ihre Stützpfeiler sollten ungefähr 80 Zentimeter in den Erdboden eingelassen werden. Es gibt hierfür besondere verzinkte H-Anker im Baumarkt, die das Holz im Boden schützen und damit für eine größere Stabilität des Hauses sorgen. Professionell gebaute Stelzenhäuser verfügen immer über solche Anker.

Wie bei klassischen Baumhäusern, bauen Sie auch bei diesen die Bodenebene zunächst mit Kant- oder Rundhölzern. Zur Befestigung der äußeren Kanthölzer an den Stützpfeilern benötigen Sie einen Schlangenbohrer mit einem Durchmesser von 14 Millimetern. Die Länge des Bohrlochs errechnet sich aus dem Durchmesser der Stützpfeiler und dem der Kant- oder Rundhölzer plus zusätzliche vier Zentimeter für die Sicherungsmutter. Die passende Gewindestange wird in das Bohrloch gesteckt und mit der Sicherungsmutter fest verschraubt. Denken Sie daran, alle Schrauben richtig zu versenken und regelmäßig nachzuziehen, da es ansonsten ein relativ großes Verletzungsrisiko an diesen Stellen gibt.

Die restliche Planung ist dabei nicht anders als bei dem klassischen Spielhaus. Die Bodenplatte wird auf die gleiche Art und Weise gebaut. Überlegen Sie, wie Sie den Aufgang gestalten wollen, wie die Außenwände gebaut werden sollen und wie das Dach aussehen soll. Wenn Sie unsicher sind, was die Stabilität angeht, gehen Sie auf den Spielplatz oder in eine Ausstellung mit fertigen Stelzenhäusern und messen Sie die Durchmesser. Orientieren Sie sich bei Unsicherheiten an diesen Werten.

Schritt für Schritt zum perfekten Baumhaus

Hier fassen wir noch einmal die einzelnen Schritte für Sie zusammen:

  1. Zunächst suchen Sie einen geeigneten Baum für das klassische Baumhaus. Diesen überprüfen Sie auf seine Statik und zeichnen die Verzweigungen. Hiermit planen Sie die Bodenebene. Schneiden Sie eventuell störende Äste an Ihrem Baum zurück. Beim Stelzenhaus: Errichten Sie stabile Stützpfeiler. Planen Sie Ihre Bodenebene und Ihr Haus mit Aufgängen etc.
  2. Sichern Sie Ihre Baustelle, legen Sie Leitern an und fixieren diese, so dass Sie sicher arbeiten können. Wenn Sie eine bestimmte Farbe für Ihr Haus haben wollen, streichen Sie nun das gesamte Material. Auch wenn Sie keine Farbe wünschen, lohnt sich eine Schutzlackierung für das Holz an dieser Stelle.
  3. Legen Sie das Material für Ihre Bodenplatte zurecht. Bauen Sie Ihre Bodenplatte. Für die klassische Variante: Fixieren Sie Ihre Bodenebene mit stabilen Seilen am Baum. Nägel sollten Sie nur im absoluten Ausnahmefall verwenden, da diese dem Baum dauerhaften Schaden zufügen. Wenn Sie welche verwenden müssen, achten Sie darauf, verzinkte Nägel oder solche aus Edelstahl zu nehmen.
  4. Legen Sie Ihr Baumaterial für die Wände zurecht und bauen Sie diese auf.
  5. Setzen Sie das Dach darauf.
  6. Bringen Sie nun den Aufstieg an und andere Dinge (beispielsweise eine Rutsche oder am Baumhaus eine Schaukel).
  7. Sie können um das Spielhaus am Grund Rindenmulch als Fallschutz verteilen. Überprüfen Sie zudem als letzten Schritt die Sicherheit. Jedes Jahr sollten Sie nach dem Winter einen Sicherheitscheck machen und Ihr Baumhaus ausbessern (neu lackieren, streichen, Schrauben festziehen, Seile überprüfen und austauschen). Mit zunehmendem Alter können Sie diesen Check auch gemeinsam mit Ihren Kindern machen.
  8. Richten Sie das Spielhaus ein oder unterstützen Sie Ihre Kinder dabei, sich ihr Baumhaus schön einzurichten.
  9. Feiern Sie ein rauschendes Einzugsfest.